Sonntag, 10. April 2016

19. Februar 2014 - Waschküche - Neuer Ablauf

Bei der ersten Besichtigung unseres Hauses hat uns auch sehr gut gefallen, dass es eine eigene Waschküche gab - sauber gefliest und sogar mit extra Dusche.

Über die Waschküche wird es aber noch viel zu schreiben geben, denn nicht nur die, nennen wir es mal, zeitgenössische Gestaltung der Wascheküche, sondern auch die technische Ausstattung wird uns noch etwas beschäftigen.




Nach einem Gespräch mit einem Nachbarn, hörte ich, dass es bei Starkregen auf der Straße schon mal zu leichtem Rückstau kam. Ich hatte mich dann in der Arbeit mit meinem Versicherungsheini darüber unterhalten. Er empfahl mir zu prüfen, ob es ein Rückstauklappe gibt um zu verhindern, dass Wasser aus der Kanalisation ins Haus drückt - unschöne Vorstellung,

Es reicht aber nicht nur einen Bodenablauf mit Rückstauklappe einzubauen. Es müssen auch alle alten Zuleitungen mit angeschlossen werden - in unserem Fall: Dusche, Waschbecken und Ablauf für die Waschmaschine sowie Ablauf für Heizungskeller.

Also habe ich mir meine große Flex geschnappt und hab Schlitze in den Boden gefräst.


Wer erkennt den Fehler?
Richtig, erst ausräumen.



Der schlimmste Staub hat sich gelegt... fürs Erste.




Mein Sanitärler hat dann den neuen Bodenablauf an das alte Abwasserrohr (dazu wird es hier noch einen extra Eintrag geben) angeschlossen und die Verrohrung in alle Richtungen gelegt.



Damit der Ablauf von der Dusche genügen Gefälle hat, musste die Dusche entfernt werden und es wurde stattdessen eine niedrige Duschtasse eingebaut, damit die Stufe nicht zu hoch wird.




Durch die niedrige Duschtasse konnten wir auch den vorhandenen Spritzschutz behalten und wieder aufbauen.



 Zum Schluss habe ich noch den Bodenablauf eingegossen, damit alles wieder stabil und begehbar ist - fragt mich bitte nicht warum ich nicht bis oben hin gegossen habe.



Hier seht ihr übrigens die Rückstauklappe. Wenn Wasser aus der Kanalisation reindrückt, wird eine Klappe im Inneren hochgedrückt und verhindert das Vollaufen des Kellers mit, wie sagt man so schön, Schwarzwasser. Damit der Mechanismus funktioniert und auch die Versicherung bei einem doch auftretenden Schaden bezahlt muss die Klappe zweimal im Jahr gewartet werden.
Das ist eigentlich sehr einfach. Man nimmt den Einsatz raus und reinigt ihn, v.a. die Gummidichtungen. Sollte man merken dass es wirklich zur Überschwemmung kommt kann man den Bodenablauf auch komplett verschließen, indem man einfach nur den Hebel umlegt.

Die Maßnahme hat uns so etwa €1.500 gekostet und ich hoffe, dass wir es nie brauchen werden.

Und das nächste Mal seht Ihr wie ich alles fürs Fliesen vorbereite.

Liebe Grüße

Euer Martin :O)

Kommentare:

  1. Hi Martin,
    wow das sieht nach einem harten Stück Arbeit aus. Stark was du alles selber machst. Ich würde mich glaube ich nicht daran trauen. Nachher würde ich meinen ganzen Keller fluten :)
    Bin mal gespannt wie das Ergebnis später aussieht.

    VG
    Sebastian

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    1. Hallo Sebastian,

      herzlichen Dank. Man darf nicht an Selbstüberschätzung leiden. Daher wurde natürlich auch einiges von meinem Sanitärler gemacht. Das muss aber nicht heißen, dass man manche Sachen nicht selbst übernehmen kann. Man muss keine Meisterstunde bezahlen um einen Schlitz zu klopfen, den Dreck weg zu räumen oder einfache Sachen wieder zu machen. Auch Zuarbeiten, Werkzeug reichen, Material holen oder einfache Verarbitungen kann man ggf. selbst machen.

      Hoffe wieder von Dir zu hören... Fortsetzung folgt.

      Schönen Gruß

      Martin :O)

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  2. Ich finde es auch sehr Mutig von dir das du dich an so etwas traust, ich muß sagen an Strom und Wasser Geschichten würde ich niemals dran gehen da habe ich einfach zu viel Respekt vor.

    LG
    Barosch

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  3. Hallo Barosch,

    auch bei Dir muss ich mich entschuldigen, ich hatte die Email Benachrichtigung abgestellt und daher nicht den Kommentar gesehen.

    @Strom und Wasser:
    Ja und Nein.
    Wasser: Die Wasserleitungen hat der Sanitärler gemacht. ich habe die Schlitze gebrochen und geholfen. Die einfachen Sachen, wie z.B. Rohre absägen und entgraten ist ein Kinderspiel. Auch das verpressen. Wobei ich das immer unter Anleitung gemacht habe.
    Beim Abwasser kann Steckt man nur Kunststoff rohre ineinander... das kann man eigentlich nichts falsch machen. Die vorgeschriebene Dichtigkeitsprüfung zeigt einem dann auch, dass alles passt.
    Strom: Hab ich mir auch zeigen lassen und muss sagen vieles ist wirklich halb so schlimm. Man muss ja erst mal wieder Schlitze machen und ausbrechen - einfach. Dann Lehrrohre rein machen - auch einfach. Dosen setzen - manchmal blöd es soll ja gerade sein, aber nichts wofür man ne Ausbildung braucht, sonder eher Gleichmut und Gelassenheit. Litzen ziehen - einfach - sofern man keine billigen Lehrrohre genommen hat!!! Hatte ich einmal und konnte keine Litzen durch ein 3 Meter lehrrohr ziehen mit nur einer Kurve. Steckdosen einbauen... es gibt drei Kabel die man reinsteckt und dann alles miteinander verschraubt, das schwierigste dabei ist wieder alles ins Wasser zu bringen, vor allem, wenn man nen 5er-Block hat. Schalter... ja da kannst v.a. bei ner Wechsel-Schaltung kompliziert werden, sonst auch einfach.
    Stromkasten - Meisterarbeit, aber wenn mans mal gesehen hat zwar nicht einfach aber auch nicht komplex.
    Am Ende hab ich alles vom Meister durchmessen lassen (sehe ich als Pflicht an!). Ergebnis: Eine Steckdose War nicht mit der Phase verbunden und bei einer war ein Kabel beschädigt durchs reinschrauben, wodurch die Sicherung immer gesprungen ist.

    Es ist Vieles, nicht Alles, machbar. Man sollte aber sich alles einmal sauber zeigen lassen.

    Schönen Gruß

    Martin :)

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